Das Theater Magenia

Magenia ist das polnische Wort fuer <Traum>. Aber es ist mehr als das.
Es beschreibt alles was nicht materiel ist.


Das Theater Magenia ist eine Schule zu deren Unterrichtsinhalten die zeitgenoessische Pantomime genauso wie das gestische Schauspiel zaehlen. Das alles baut auf einen Unterricht auf, der auf einer speziellen Methode basiert.

 

Das Ensemble Magenia : 

Die Companie Magenia wurde 1974 von Ella Jaroszewicz gegruendet. Von Anfang an ist die Arbeit von Magenia, deren Wurzeln in der Pantomime zu finden sind, mit unzaehligen Formen von koerperlichem Ausdruck ausgeweitet und weiterentwickelt worden. Die Companie entdeckte die Fusion von Tanz und Theater in Frankreich. Ein Ansatz zu dem viele Choreographen und Regisseure  nun zunehmend zurueckkehren. Die Companie Magenia versuchte immer Klisches mit dem Ziel  auszuschliessen, sie dadurch in ihrer Arbeit zu wiederlegen. Sie belegten auf diese Weise die schon antiquierte, weitverbreitete Philosophie nach der « die Beine tanzen, das Wort spricht und das Make-up mimt »

Magenia arbeitet immer fuer die notwendige Erhaltung des reichen artistischen Erbes und mit der unaufhoerlichen Entschlossenheit aus der Pantomime eine wahre zeitgenoessische Kunst zu machen. Das bedeutet auch, dass eine voellige Adaption stattfindet an die Fragen der Ausdrucksformen unserer Zeit.

Die vielen Eigenkreationen der Companie wurden fuer ihre Orginalitaet und die grossartige Praezision der schauspielerischen Arbeit, fuer die proffesionalitaet des technischen Ausdrucks und die Poesie ihrer Bilder einstimmig gelobt, sowohl in Frankreich als auch ueberall in Europa( siehe Anhang) Sie leiteten damit die Entwicklung des Ausdrucks- und Bewegungstheaters, wo die Phantasie und die Ungewoehnlichkeit, die Anekdote und die Erzaehlung uebertreffen und sich dadurch ins Abstrakte orientieren.

 

Waehrend der Jahre wurde diese Arbeit mit vielen « Prestige-Preisen » ausgezeichnet (2. Platz fuer die Choreographie beim internationalen Wettbewerb in Bagnolett 1977, fuer « La Lune »), Humor-Preis der « Fondation de la Dance » fuer die Bewegungs- und Ausdrucksgestaltung 1979 ...

 

 

 

Unveraendert war von Anfang an der entscheidende internationale Charakter
dieser Companie: englische, amerikanische, deutsche, belgische, schwedische und hollaendische Studenten und Bewunderer versammelten sich um diese gemeinsame gestische Sprache, jenseits der linguistischen und kulturellen Barrieren, zu teilen

 

 

Eine Schule zur koerperliche Ausbildung von Schauspielern

Der Gebrauch von Imagination ist heutzutage in allen Formen der Buehnen Performance zu finden. Dabei ist klar, dass sich diese Bewegung nicht ausschliesslich auf die aktuellen technischen Trends verlassen kann, vielmehr muss sie von der kuenstlerischen Faehigkeit einer Reihe von Ausdrucksformen unterstuetzt werden: Wir koennen nicht anfangen uns ein neues Theater vorzustellen ohne die Entwicklung eines neuen Schauspielers, der die Begabung einer aussagekraeftigen koerperlichen Weisheit besitzt.

Die Kunst der Pantomime ist nicht die Kunst der Nachahmung. Warhrend vieler Jahre hat diese Ausdrucksform eine betraechtliche Evolution durchgemacht, indem sie Choreografie und Theater zusammenfuehrte. Bezeichnender Weise haelt die « Art of Movement » einen bedeutenden Platz in der Arbeit eines jeden Buehnenperformers.

                   

Die Aesthetik der traditionellen Pantomime-Schulen zeigt sich nicht ausreichend angepasst an die heutige imperative Ausdrucksform.. Es ist daher wichtig nicht zu vergessen,  dass der Fortschritt des Erkennens und Anwendens der Moeglichkeiten mit unserem Koerper einen Charakter auszudruecken ein Teil des Trainings ist, und nicht das Ziel an sich.

Seit 25 Jahren instruiert die Schule Magenia einen Langzeitunterricht (Kursedauer 2 bis 3 Jahre), dessen objektivesZiel die Ausbildung eines vielseitigen Pantomimen ist, eines Meisters manigfaltiger Sprachen und Ausdrucksformen des Koerpers. Zusaetzlich werden regelmaessig Workshops organisiert, um die Arbeit mit Masken einzufuehren sowie die Geschichte des gestischen Theaters zu erlernen. Fuer die Lehrerfortbildung werden AFDAS Workshps angeboten

 

 

Zum vielseitigen Angebot des Buehnentrainings bei Magenia zaehlen diverse sich vereinigende koerperliche Disziplinen, die den Sinn des Studenten fuer sein koerperliches Selbst schaerfen und damit eine neue theatralische Aesthetik kreieren. Im Einzelnen bedeutet dies, dass sie Sparsamkeit und Reinheit der Gesten, in ihrer Wichtigkeit durch ein intensives Studium des menschlichen Koerpers gelernt werden. Die spezielle Bedeutung und qualitative Ausdrucksform jedes einzelnen Teils des Koerpers und dessen Bewegungsgesetze

Diese Art des Unterrichts hat viele Kuenstler unterschiedlichster Richtungen angezogen, sei es Theater, Film, Tanz, Variete...-unter anderen waren dies : Kai Mulff (Hollywood), Mark Thompson (Pittsburgh), Vivien Savage (France), Emmanuel Seigner (France), Stefan Markusfeld (Autriche), Jay Fischer (Canada), Tony Littel (Australie), Xavier Mestres (Espagne), Lidia Martinez (Portugal), Ofnise Namura (Brésil), Yonezo Abe (Japon).

Ella Jaroszewicz, Gruenderin der Companie Magenia und der Schule Magenia, Choreographin, Autorin, internationale Lehrerin und « professeur aregée » des franzoesischen Tanzverbandes, Co- Creator des Internationalen Mimographie Wettbewerbes in Paris, ist verantwortlich fuer die gesamte Unterrichtskonzeption. Sie wird in ihrer Arbeit von Lehrern unterstuetzt, die mit den genannten koerperlichen Disziplinen vertraut sind.

 

Die Ziele

Die Companie hat einige laufende Projekte, die derzeit weiterentwickelt werden. Sowie die Erarbeitung eines neuen Stueckes, eine Mimographie geschrieben von Ella Jaroszewicz, die im Ausbildungsjahr 2000-2001 in Paris aufgefuehrt werden soll.

Zusaetzlich werden einige Kurzstuecke entwickelt, die bei Konventionen, in Schulen, Festivals... aufgefuehrt werden.

Magenia hat es sich auch zum Ziel genommen den Austausch und die Freundschaften mit unterschiedlichen europaeischen Organisationen auszudehnen.. Dies sind im Einzelnen: Polen, Spanien und Holland, deren Arbeit ein aehnliches artistisches Muster aufweisst.: im September 1998 und im Juli 1999 wurden, unter der gemeinsamen Anstrenung von Magenia und dem Jerzy Grotowski Center of Cultural Research, Workshops in Wroclaw durchgefuehrt.

Ein weiteres Ziel von Magenia ist es ein Treffpunkt fuer jeglichen Austausch und Reflektion zu werden, was die Kunst der Bewegung und das visuel sichtbare Theater des 20. Jahrhunderts betrifft. Unter dieser Perspektive wurde, in Zusammenarbeit mit einer Fachhandlung fuer Literatur und Bildmaterial, eine Reihe von Konferenzen organisiert.